Das Verständnis der Bindungsmethoden bei Schleifwalzen
Die richtige Art von Bondwerkstoff auswählen – Harz, Vitrifizierter, Metall oder elektroverzinkter Werkstoff.
Mehr lesenUmrechnung der Körnigkeiten von Diamanten sowie CBN-Schleifmitteln zwischen den Einheiten FEPA, US-Mesh und Mikron für Superabrasiv-Schleifwalzen
Schnelle Übersicht zur Umrechnung zwischen verschiedenen Systemen zur Bezeichnung der Körnigkeit von Materialien. Die angegebenen Werte entsprechen ungefähren Nominalbereichen, die auf veröffentlichten Standards basieren.
| FEPA D (Diamant) | FEPA F (Gebunden) | US Mesh | Mikron (µm) | Abrasiv | Notizen |
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Die Körnengröße beschreibt die durchschnittliche Partikelgröße der abriebfähigen Partikel, die in Schleifwalzen, Schneidewerkzeugen sowie Schleifmitteln verwendet werden. Sie bestimmt die Qualität der Oberflächenbeschichtung, die Materialentfernungsrate sowie die Wärmeerzeugung. Grobe Körner entfernen das Material schnell, hinterlassen jedoch raue Oberflächen. Feine Körner erzeugen eine glatte Oberfläche, schneiden jedoch langsamer. Die Bezeichnungen der Körnengröße variieren je nach Standard – FEPA (europäisch), Mesh (US-Sieb) sowie mikronbasierte Systeme – wobei jede dieser Methoden die Partikelgröße auf unterschiedliche Weise definiert.
Die Körnung von Industriediamant-Schleifmitteln reicht von etwa 1 µm (feine Körnung für Schleifvorgänge) bis über 2000 µm (grobe Körnung für Zerkleinerungsvorgänge). Das FEPA-D-System klassifiziert Diamantkörnungen anhand des nominellen Durchmessers der Partikel in Mikrometern: D25 ≈ 25 µm, D64 ≈ 64 µm, D126 ≈ 126 µm. Diamant ist das härteste bekannte Material und wird zur Schleifung von Hartmetall, Keramik, Glas, Stein sowie anderen schwer zu bearbeitenden Materialien eingesetzt.
Kubisches Boronnitrid (CBN) ist das zwehärteste Schleifmittel nach Diamant. Die Körnengrößen von CBN-Schleifmitteln folgen dem FEPA-F-System für gebundene Schleifmittel (von F36 bis F1200). CBN eignet sich hervorragend zum Schleifen gehärteter Stähle, Gussstähle und Superlegierungen – bei diesen Materialien würde Diamant chemisch mit eisenhaltigen Stoffen reagieren. Häufig verwendete Körnengrößen für präzises Schleifen mit CBN liegen zwischen F80 und F400; diese Größen bewirken ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Schleifleistung und der Oberflächenqualität.
Die FEPA (Federation of European Producers of Abrasives) definiert die Körnung von Schleifmitteln anhand der gemessenen Partikelgrößendistribution, wobei für diese Messung Siebe sowie Sedimentationsverfahren verwendet werden. Die US-Mesh-Klassifikation basiert auf der Anzahl der Öffnungen pro linearem Zoll in einem gewebten Drahtgitter. Ein Gitter mit der Klassifikation „60 Mesh“ weist 60 Öffnungen pro Zoll auf (ca. 250 µm); auch die FEPA-Klassifikation „F60“ bezieht sich auf Partikelgrößen von ca. 250 µm. Allerdings unterscheiden sich die Messverfahren sowie die zulässigen Toleranzbereiche. Vergleiche zwischen verschiedenen Systemen sollten daher als ungefähre Angaben betrachtet werden.
Feinere Körnungen ergeben glattere Oberflächen. Typische Verhältnisse: Grobe Körnungen (F36–F60) ergeben eine Ra-Wert von 1,6–6,3 µm; mittlere Körnungen (F80–F220) ergeben eine Ra-Wert von 0,4–1,6 µm; feine Körnungen (F320–F1200) ergeben eine Ra-Wert von 0,05–0,4 µm. Die tatsächliche Oberflächenqualität hängt vom Werkstoff des Werkstücks, der Verbindung des Schleifkörpers mit dem Schleifwerkzeug, der Steifigkeit der Maschine, dem Kühlmittel sowie der Schleifgeschwindigkeit ab – allein die Körnengröße bestimmt nicht die Oberflächenqualität.
Gröberes Schleifmittel beseitigt bei jeder Schleifbewegung mehr Material – schließlich erzeugen die größeren Körner tiefere Kratzer und höhere Schneidkräfte. Schleifmittel mit einer Körnung von F36 bis F60 werden typischerweise für raues Schleifen sowie für einen Materialabtrag von mehr als 10 mm³/mm·s eingesetzt. Mittlere Schleifmittel (Körnung F80 bis F120) verbinden effektiven Materialabtrag mit einer guten Oberflächenqualität. Feine Schleifmittel (Körnung F220 und höher) legen den Schwerpunkt auf die Oberflächenqualität statt auf den Materialabtrag. Die Wahl der Schleifkörnung stellt stets ein Kompromiss zwischen Produktivität und Oberflächenintegrität dar.
Beginnen Sie mit Ihrem Hauptanforderungskriterium: Schnelle Entfernung des Materials → grobes Körnungsmaterial; feines Oberflächenfinish → feines Körnungsmaterial; beides → Verwenden Sie ein grobes Körnungsmaterial für die Rauigkeitsbehandlung und ein feines Körnungsmaterial für die Endbearbeitung. Berücksichtigen Sie dabei die Härte des Werkstoffes (hartere Materialien benötigen möglicherweise feinere Körnungsmaterialien, um Schäden zu vermeiden), die erforderlichen Toleranzen, die thermische Empfindlichkeit sowie wirtschaftliche Aspekte. Falls Sie unsicher sind, wenden Sie sich an Ihren Abriebmittellieferanten und beginnen Sie mit einem mittleren Körnungsmaterial; passen Sie die Einstellungen anschließend anhand der Ergebnisse an.
Diese Werkzeuge bieten eine vorläufige Orientierung, die auf allgemeinen ingenieurtechnischen Prinzipien basiert. Jede Schleifanwendung weist spezifische Besonderheiten auf – wie die Spezifikationen des Schleifkörpers, der Zustand der Maschine, die Strategie zur Kühlung sowie die Ziele des Schleifprozesses. Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Herstellung von Diamant- und CBN-Schleifkörpen kann das Engineering-Team von SinoGrind Ihre Anforderungen genauer bewerten und Ihnen einen Schleifkörper empfehlen, der genau zu Ihren Bedürfnissen passt.
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